|
Rosa Albrecht und Reisegruppe / Buchbach (Österreich)
REISEBERICHT TRINIDAD & TOBAGO: Carnival und Baden 15.02. bis 02.03.2009
Es war 22:30 Uhr geworden -5 Stunden = 17:30 Uhr Ortszeit - Landeanflug auf Tobago. Anstellen bei der Passkontrolle - nur schön langsam ohne Hektik wurden die Pässe gelesen und gestempelt. Alle Koffer waren da, nun kam die Zollkontrolle mit Gepäckdurchleuchtung, um 20:30 Uhr waren wir alle eingereist.
Herr Loritz von Kolibri-Reisen in Freiburg erwartete uns bereits und wir eilten zum Weiterflug nach Trinidad. Wir bestiegen eine Dash 8-300 Propellermaschine und starteten um 21.10 Uhr zu einem kurzen Flug - Landung um 21.22 Uhr - wir hatten unser Reiseziel erreicht. Es nieselte leicht, war aber herrlich warm.
Trinidad
Der heutige Vormittag diente der Erholung im Gästehaus. Wir saßen auf der Terrasse, beobachteten die vielen Vögel an der Tränke und blickten in den dichten Tropendschungel hinter dem Haus. Das Wetter wurde immer besser, bald schien die Sonne und ein leichtes Lüftchen wehte. Zu Mittag aßen wir gedünstetes Rindfleisch, Reis mit Rosinen, Süßkartoffeln und gebratenen Bananen.
Um 14 Uhr machten wir einen kleinen Rundgang. Kloster und Gästehaus liegen bei Tunapuna in der nördlichen Gebirgskette, die bis 1000 m ansteigt. Das Benediktinerkloster ist der älteste Klosterkomplex in der Karibik. Das Kloster ist auch der Muttersitz der Karmeliterinnen und Priesterseminar. Heute gibt es berufsbildende, handwerkliche Schulen und noch 12 Mönche.
Ein Ausflug in den Regenwald stand auf dem Programm. Wir fuhren weiter in die nördliche Gebirgskette. Üppig grüner Wald und ein schmales Asphaltsträßchen führte bergauf, durch Arima zu einer ehemaligen Kaffee- und Kakaoplantage, seit 1971 ein Naturpark. 74 ha schützen die Natur im Arima-Tal. Als wir um 10.45 Uhr ankamen, machte der Regenwald seinem Namen alle Ehre - es schüttete. Die Farm, heute ein Hotel, wurde 1906-1908 von dem Deutschen Friedrich Wilhelm Mayer gegründet und ist nun im Besitz von Amerikanern. 1949 richtete die New Yorker Zoologische Gesellschaft eine Forschungsstation ein, um tropische Tiere und Pflanzen zu erforschen. 1967 wurde das Plantagenhaus zum Guesthouse umgebaut und das Asa Wright Nature Centre gegründet. Über 100 Vogelarten kann man hier sehen. Der Regen war bald vorüber und wir gingen mit einem Ranger in den Wald. Bei Vogeltränken im Garten schwirrten Kolibris und unzählige bunte Vögel. Es gibt auch 25 Arten von Schlangen, davon vier giftige. Am Weg lagen zwei Warane in der Sonne. Korallenbäume leuchteten aus dem dichten Blattwerk. Riesige Bambusstauden wuchsen am Straßenrand, Jacaranda blüten lagen Weg, eine gelbe Orchidee blühte, indischer Goldregen, Calliandra - sehen aus wie rosa Puderquasten, wildes Zuckerrohr mit schönen Ginger-ähnlichen Blüten, Helikonien, Jacobinien, Palmen, Baumfarn, wilde Muskatnuß, große Bäume dicht besiedelt mit Farnen, Moosen und Tilandsien in allen Größen wurden bestaunt. Der Weg war nass und schlammig, doch es regnete nicht wieder und die Sonne blinzelte durch. Nach unserer Fotorunde speisten wir im Hotel sehr gute Lammkoteletts mit Gemüse und Bohnen. Beim Eingang stand ein großer Kakaobaum mit vielen Früchten. Und nun begann es erneut zu regnen, aber wir fuhren zurück Richtung Arima. Noch ein Fotostopp bei großen Plantagen mit Chayote, ein Kürbisgewächs, das wie Weinreben auf Drähten gezogen wird. In Säcken standen sie am Straßenrand zum Abtransport bereit. Die birnenförmigen Früchte kann man roh oder gekocht als Gemüse essen.
Arima ist die drittgrößte Stadt der Insel und hat 26.000 Einwohner. Auch hier war früher eine Siedlung der Kariben-Indianer, der Name bedeutet „Wasser" und ist erhalten geblieben. Heute leben noch 600 Nachfahren der Indianer, wir besuchten einen davon. Vor Kolumbus gab es 40.000 Kariben in Trinidad, sie wanderten von Venezuela ein und besiedelten die karibischen Inseln. Die Kariben-Indianer bilden eine Gemeinschaft mit einem Präsidenten und einer Königin, leben nach alter Stammestradition und auch nach neuen Religionen. Der Präsident zeigte uns in einer nachgebauten Hütte seine Federkrone, Hörnerketten, einen Umhang aus weißen, roten und schwarzen Fäden und sein Zepter aus Holz mit Falkenfuß. Männer und Frauen sind bei den Kariben gleich berechtigt, die Führung besteht aus einem Rat von zwölf Personen mit einer Frau an der Spitze. Der Präsident ist auch Schamane, er spricht mit den Leuten und heilt mit Naturmedizin. Dann zeigte er uns noch das Indianermuseum, es besteht aus einem Langhaus mit Palmblätterdach, davor steht eine Zuckerrohrpresse aus Holz. Im Museum sahen wir Wasserschöpfer aus Kalebassen, Erdöfen, Lehmbackofen, Pfeil und Bogen, Basttaschen und einen Häuptlingsstuhl.
Beim Avocadobaum bei der Terrasse waren heute die Vöglein zum Frühstück versammelt. Die Vogeltränke mit süßen Saft war wie immer stark frequentiert und wir lagen mit dem Fotoapparat auf der Lauer. Die dunkelblauen Kolibris waren leider nicht zu erwischen.
Wir fuhren dann zuerst zu einem Supermarkt um Kekse und Rum zu kaufen und dann weiter ins Gebirge der Northern Range Richtung Nordküste. Das schmale Sträßchen kämpfte sich durch den Regenwald. Bei einem Stopp warten wir einen Blick auf den Golfplatz, ein schöner Kalebassenbaum blühte im Vordergrund. Auf den Hängen lagen verstreut viele kleine Häuschen. Auf der Passhöhe hielten wir erneut, unter uns lag das tiefblaue Meer und ein paar kleine Inselchen mit weißem Wellenkranz. Wir fuhren zum schönen Palmenstrand in der Maracas Bucht. Die Maracas Bay ist eine große Bucht mit dem bekanntesten und breitesten Strand der Insel. Nach Shark and Bake - frittierter Haifisch mit Semmel, Soßen und Salat, suchten wir uns eine schattiges Plätzchen am Strand unter den Palmen. Johann hisste die Österreich-Fahne. Wir spazierten am Strand entlang, fanden schöne Steine und spielten in den Wellen. Nach einem Rum-Cola verließen wir den Strand und fuhren über das Gebirge zurück. In Port of Spain besuchten wir ein großes Shopping-Centre und kauften Steel-Band-Musik. Am Heimweg lud uns Joachim (von Kolibri-Reisen) zu einer frischen Kokosnuß ein, ehe wir auf unseren Klosterberg zurückkehrten.
Heute fuhren wir nach St. Joseph, der ältesten Stadt Trinidads und ehemalige Hauptstadt, gegründet 1592 als San Jose de Oruna von den Spaniern. 1754 wurde Port of Spain wegen des Hafens zur Hauptstadt. Vorbei an der großen Moschee fuhren wir Richtung Hauptstadt. Im 19. Jh. lebten Spanier, Briten und Franzosen friedlich auf der Insel, legten Plantagen an und bewirtschafteten diese mit Negersklaven. Nach Abschaffung der Sklaverei 1865 kamen indische Arbeiter. In Zentral-Trinidad wachsen in der weiten Ebene Zuckerrohr und Reis.
Später trafen wir beim Shiva-Tempel am Golf von Paria ein, hier sind auch die Verbrennungsstätten der Hindus. Auf Betonpodesten waren Scheiterhaufen aufgerichtet, drei Verbrennungen fanden statt. Die Familie stand beim Scheiterhaufen, ein weiß gekleideter Priester brachte ein Opfer und entzündete den Holzstoß, dazu spielte indische Musik aus dem Lautsprecher. Der Sewdass Sadhu Shiva Mandir Tempel ist ins Meer hinausgebaut. Auf Felsblöcken steht ein einfacher Tempel, am Ufer sind viele Gebetsfahnen im Wasser aufgepflanzt. Über einen Betonsteg erreicht man den Tempel. Die Statue des Erbauers stehe am Parkplatz davor. Nun brannten alle drei Scheiterhaufen. Der Golf von Paria trennt Trinidad von Venezuela, das 11 km entfernt ist. Man konnte die Berge von Südamerika im Dunst sehen. Joachim hatte für uns einen Sitar-Spieler organisiert, ein Inder, dessen Großeltern 1865 mit den ersten Einwanderern aus Indien kamen.
Wir fuhren nun zum Dattatreya Yoga Centre, im Volksmund Hanuman-Tempel genannt, die 27 m hohe Statue des hinduistischen Gottes Hanuman ist von weitem zu sehen. Der Tempel ist rosa-weiß gestrichen und sieht wie Zuckerguss aus. Er ist reich mit Figuren der Hindureligion geschmückt, am Ashram rundum ein Elefantenfries.
Zum Mittagessen speisten wir indisch - Roti - Teigtaschen gefüllt mit Shrimps, Hendl oder Rindfleisch, Kartoffeln, Curry und Kichererbsen. Die Teigblätter waren ganz dünne Palatschinken. Dann fuhren wir zu den Caroni - Sümpfen. Das Vogelschutzgebiet Caroni befindet sich in einer Lagune, die in ein 80 km2 großes Mangrovengebiet übergeht, an der Mündung des Caroni-Flusses. Hier sind die Nistplätze von Tausenden von Scharlachroten Ibissen, dem Nationalvogel von Trinidad. Wir bestiegen ein Motorboot und fuhren am Blauen Fluss, der in den Golf von Paria mündet. Bei Ebbe fällt das Wasser um 1 m. Es gibt schwarze, weiße und rote Mangroven, sie haben Stäbchen- und Luftwurzeln. Wir sahen Schlammspringer, Blaureiher, zweimal die Augen von einem Kaiman. Fische kommen zum Laichen vom Meer in den Fluss, es gibt auch Leguane und Waschbären im Naturschutzgebiet. Der Bootsführer zeigte uns Baumschlangen, gelb und dunkelbraun waren sie um Astgabeln gewickelt und schliefen. Sie sind ungiftig, leben auf den Mangroven und fressen Vögel. Auf einem hohen dürren Baum saß ein Tukan, dann ein schwarzer Habicht. An den Luftwurzeln der Mangroven hingen Muscheln und Krabben.
Wir erreichten eine größere Wasserfläche und hatten einen schönen Ausblick ins Gebirge und zu kleinen Mangroveninseln. Große, weiße Reiher standen vor einer kleinen Insel, wo in der Dämmerung die roten Ibisse zum Schlafen einfliegen. Tagsüber fischen sie in den Sümpfen nach roten Krabben. Die Ibisse haben ein scharlachrotes Gefieder, schwarze Flügelspitzen, Schnabel und Füße sind rosa. Ab 1962 ist der rote Ibis der Nationalvogel von Trinidad und unter Naturschutz. Es gibt 12 - 15.000 Ibisse. Weiße Ibisse schlafen auf einer Nachbarinsel. Die Boote legten in einiger Entfernung von den Schlafplätzen an und warteten, bis die roten Ibisse einflogen. Zuerst kamen nur kleine Gruppen, das Gefieder leuchtete in der Abendsonne, dann folgten größere Schwärme. Es war ein Erlebnis. Sie landeten in den Mangroven und saßen als rote Tupfer im grünen Blätterwerk.
Beim Abendessen erwartete uns eine Überaschung. Joachim und Harald hatten eine Steelband aufgetrieben. Sie spielten für uns auf der Terrasse als kleine Einstimmung auf den Karneval.
Heute fuhren wir nach Port of Spain, vorbei an der Firma Angostura Bitters, der größten Rumfabrik der Karibik. Angostura Bitter war das erste Produkt der Firma und wird heute nur hier erzeugt und in die ganze Welt exportiert. A.B. besteht aus 80 Einzelzutaten, die streng geheim sind und ist nach der Stadt Angostura (heute Ciudad de Bolivar) in Venezuela benannt. Der deutsche Arzt Johann Gottlieb Benjamin Siegert ging 1820 nach Venezuela, um Simon Bolivar bei seinem Freiheitskampf zu unterstützen. Er versuchte, aus verschiedenen Kräutern eine Medizin herzustellen, um Verletzungen der Soldaten zu heilen. Da Angostura ein Handelshafen war, wurde Siegerts Kräutermischung bald in vielen Ländern bekannt. Er verließ die Armee 1850 und widmete sich seiner Firma. Nach seinem Tod 1870 verließen seine Söhne Venezuela und gingen nach Trinidad. Sie begannen Rum zu destillieren und die Firma bekam den Namen den sie bis heute trägt: Angostura Bitters.
Eine kurze Stadtrundfahrt führte uns vorbei am Royal Jail, dem königlich britischen Gefängnis. Wir fuhren durch die Innenstadt, Nationalbibliothek zur rechten, ebenso rosarotes Parlament, es wird soeben renoviert. Vor dem 2. Weltkrieg war Trinidad zweitgrößter Erdölproduzent nach Aruba weltweit. Die erste Ölquelle der Welt wurde 1857 In Trinidad gebohrt, man suchte nach Wasser. Heute werden täglich 120.000 Barrel Öl gefördert. Im südlichen Trinidad liegt der größte Asphaltsee der Welt. Der See misst 1.500 m Durchmesser und ist 40-100 m tief und erneuert sich ständig von selbst. Es gibt weltweit nur noch zwei Asphaltseen. Gasblasen pressen Teer nach oben. 1595 entdeckte Sir Walter Raleigh den See und dichtete seine Schiffe mit der schwarzen Masse ab. Seit 1815 werden auf Trinidad die Straßen mit Asphalt geteert. Obwohl seit über 100 Jahren Teer abgebaut wird, kommt noch immer genug nach, täglich werden 300 Tonnen exportiert. Wegen der Öl- und Asphalt-vorkommen hatte im 2.Weltkrieg auch Hitler ein Auge auf die Insel geworfen, doch die Amerikaner kamen ihm zuvor und stationierten hier 150.000 Mann.
Wir fuhren auf der Maraval Road an den Sieben Prächtigen Gebäuden vorbei und hielten kurz beim Haus des anglikanischen Erzbischofs. Beim Queen`s Park sahen wir die ersten Kindergruppen in bunten Kostümen und eine Steelband spielte am Gehsteig.
Wir verließen nun die Stadt und fuhren wieder über die Northern Range zur Nordküste. Im Tal lag der Golfplatz, oberhalb das Dorf Paranda, hier werden sehr viele Gewürze und Gemüse angebaut. In der Bucht von Maracas schien die Sonne und wir kehrten wieder zu Shark and Bake ein. Es rollten wieder hohe Wellen herein und die roten Fahnen steckten im Sand.
Danach fuhren wir weiter nach Las Cuevas, am Strand gibt es viele Höhlen, die das Meer aus den Klippen gewaschen hat, daher der Name. Wir sahen den zweithöchsten Berg El Tucuche, ebenso dicht bewachsen wie alle Hügel ringsum. Farne, Bambus, Lianen, Philodendren schlangen sich die hohen Bäume empor, alles war üppig grün. Viele bei uns mühsam gepflegte Topfpflanzen wachsen hier im Wald zu erstaunlichen Größen.
Wir fuhren dann weiter über die Berge, die Vegetation wurde noch dichter, zur Nordküste. Das kleine Fischerdorf Blanchisseuse wurde im 18. Jh. von französischen Einwanderern gegründet und liegt in der Mitte der Nordküste in einer kleinen Bucht. Dort gingen wir durch Gingergebüsch zu einem traumhaften Palmenstrand. Riesige Palmen standen am Strand, auch hier hohe Wellen, bei einem kleinen, vorgelagerten Felsen schlug die Brandung tosend an und die Luft war erfüllt mit feinem Sprühregen.
Der Kinderkarneval beginnt am Hafen und führt auf der Carneval-Route durch die Stadt. Wir warteten unter einem großen Plastikzelt beim Außenministerium, unserem Treffpunkt, falls jemand die Gruppe verliert. Beim Queen`s Park West saßen auf einer Tribüne die Preisrichter, die schönsten Gruppen werden prämiert. Nach einer halben Stunde hatte der Regen aufgehört und wir marschierten auf der Charlotte Street Richtung Hafen. Die Kindergruppen hatten sich dort versammelt. Musik dröhnte durch die Straßen, viele Freß- und Getränkebuden standen am Gehsteig und die Besucher strömten mit uns Richtung Hafen.
In der Frederick Street kam uns der Carnevalszug entgegen. Angeführt von Stelzengängern reihten sich die Gruppen aneinander. Dazwischen fuhren riesige LKW-Trucks mit Musikanlagen, die so laut aufgedreht waren, dass der ganze Körper fibrierte. Kinder, Begleiter und Zuschauer, alle wiegten sich im Takt, tanzten auf der Straße, präsentierten ihre schönen Kostüme und freuten sich, wenn sie Fotostar waren. Wir waren mit unseren Reiseleitern Joachim und Harald gut bewacht auf einer Straßenkreuzung postiert. Doch alle lachten und waren freundlich, auch ein kleiner Regenguss konnte unsere Begeisterung nicht bremsen. Unzählige Fotos wurden geschossen und die Musik steckte auch uns an. Abends marschierten wir zu Fuß, da die Innenstadt für den Verkehr gesperrt war. Am Queen`s Park Gelände waren große, überdachte Tribünen und eine große Bühne aufgestellt. Wir besuchten das Large Band Finale 2009. Nach Vorentscheidungen wird aus acht Steelband Gruppen die beste gewählt. Auf der Bühne stand ein Fahnenträger, Trinidad`s Fahne flatterte im Abendwind. Um 19.30 Uhr begann die Veranstaltung mit dem Landeshymne. Der Präsident und seine Gattin wurden begrüßt. Die Tribünen waren gesteckt voll, die Trinis hatten Kühltaschen mit Getränken und Verpflegung mitgebracht. Eine Band hatte zwischen 50 und 150 Musiker, dem Sieger winken 1 Million Trinidad-Dollar, die anderen Gruppen bekommen ebenfalls ein Preisgeld.
Die erste Band rollte ihre Fässer und Stahltrommeln auf ca. 20 kleinen Wägelchen über eine Rampe auf die Bühne. Ihre Fässer waren blau gestrichen und die Musiker weiß gekleidet, man konnte nicht zählen, wie viele es waren. Wir hatten gute Plätze links vorne, 6.-10. Reihe. Die zweite Band Exodus Sagicor stand auf Tribünen, auch diese waren auf Rollen, sodass alles schnell aufgebaut war. Sie hatten weißen Anzüge und einen weißen Hut. Ein Mann spielte gleichzeitig auf sechs Fässern, die rund um ihn aufgebaut waren, und das machten noch fünf weitere Männer. Die ganze Bühne bebte - It`s Festival Time - war ihr Lied. Ca. 100 Trommler ließen die Ohren dröhnen. Nr. 3, die Desperados hatten rotes Hemd und Kappe, weiße Hose. Auch ihre Trommeln waren auf Wägelchen aufgebaut. Nr. 4 die Silver Stars mit schwarzen Hosen, weißem Sakko und schwarzer Kappe legten gleich richtig los. Der Dirigent gebärdete sich auf der Bühne, alle Musiker sprangen herum und spielten wie wild ein durchaus melodiöses Lied. Es spielte Männer und Frauen in der Band, ein Trommler hatte sogar sieben Trommeln um ihn herum und spielte im Kreis. So ging es weiter mit fünf weiteren Gruppen bis 00.15 Uhr.
Am nächsten Tag Wir spazierten am botanischen Garten vorbei, am Queen`s Park entlang, die Maraval Road stadteinwärts. Die Sieben Prächtigen Gebäude wurden zwischen 1902 und 1910 erbaut, der Grund war für 999 Jahre gepachtet. Zuerst trafen wir auf Stollmeyers Castle. Es wurde 1904 in Anlehnung an das schottische Balmoral Castle im Auftrag der deutschen Familie Stollmeyer erbaut, sie besaßen Kakao- und Zuckerplantagen. Jetzt ist das Haus in Staatsbesitz und wird renoviert. White Hall wurde 1903 im italienischen Palazzistil im Auftrag der Familie Agostini, Einwanderer aus Korsika, ebenfalls Plantagenbesitzer, erbaut. Hier war bis vor kurzem der Sitz des Premierministers. Der Erzbischöflicher Palast wurde im neoromanischen Stil aus Marmor und rotem Granit erbaut, das Material kam aus Irland. Seit 1904 ist es der Sitz des römisch-katholischen Bischofs von Trinidad und Tobago. Ambard House wurde 1904 für den Kaufmann Ambard im französischen Empirestil erbaut, mit Kuppeln, Erkern, Balkonen und verschnörkelten, schmiedeeisernen Geländern. Das Haus ist im Besitz der Nachkommen der französischen Einwanderer und wird noch bewohnt. Mille Fleur - tausend Blumen - gehörte einst Dr. Prada, der in den 1920er Jahren Bürgermeister von PoS war. Heute in Regierungsbesitz. Hayes Court ist der Sitz des anglikanischen Erzbischofs von Trinidad und ist im Stil der italienischen Renaissance erbaut. Queens`s Royal College wurde vom deutschen Architekten Hahn erbaut. Auffällig ist der Turm mit der King George Memorial Clock. Diese älteste und angesehenste Schule der Stadt wurde 1890 gegründet und wird heute von ca. 1200 Schüler besucht. Es ist eingerüstet.
Im Hafenviertel war heute Carnival Treiben. Wir trafen auf historische Masken, die Körper waren mit Farbe bemalt. Mit Blechdosen wurde Musik gemacht. Auf einem Anhänger spielte eine Steelband. Ein Ordner rief einen Fotografen von der Straße zurück, der widersprach, worauf er zu Boden geschlagen wurde. Brille und Fotoapparat fielen zu Boden und das linke Auge lief blau an.
Nach dem Ende des kleinen Zuges kehrten wir zu einem Bier in einer Bar ein. Im kleinen Park dahinter sammelten sich die Maskengruppen, vornehmlich Kinder und Jugendliche. Der Zug ging dann die Hafenstraße entlang zur Jury. Wir sahen wieder neue und manch gleiche Gruppen von gestern in bunten, schillernden Kostümen tanzten sie durch die Straßen. Auch zwei Regengüsse konnten die Begeisterung nicht stören oder den Zug stoppen. Bald schien wieder die Sonne und das Spektakel schien kein Ende zu nehmen.
Heute stürzten wir uns erneut ins Carnivalgetümmel. Auf den Parkbänken schliefen die übrig gebliebenen Nachtschwärmer, denn letzte Nacht feierten die nur mit Farbe bemalten in den Straßen. Die ganze Nacht war der Rhythmus der Musik zu hören. Die überdachte Tribüne, für die wir Eintrittskarten hatten, lag direkt neben der Jury. Auf einer Plattform standen die Kameras der Fernsehstationen. Eine hüpfende, tanzende Menschenmenge, die Mädchen in Bikinis, zog die Straße entlang. Dann folgten die Masken. Auf einem Spruchband waren Thema, Designer, Komponist, Registriernummer und Datum geschrieben. Die Gruppen präsentierten sich vor der Jury. Jede Gruppe hatte ihren Musikwagen mit Riesenlautsprechern. Alt und Jung traten mit den phantasievollsten Kostümen auf z.B. Vögel und Bienen, Früchte und Schnaps, dann folgte wieder eine tanzende Menschenmenge. Auch heute zogen wieder Regenwolken auf, wichtigstes Requisit in Trinidad ist der Regenschirm - für Touristen - die Einheimischen stören sich nicht daran. Doch es blieb bei ein paar Tropfen. Der Aufmarsch ging weiter, wir standen am Zaun und fotografierten wie wild. Mein Sessel blieb fast unbenützt. Auf Anhängern folgten nun Steelbands, begleitet von ihren Fans, die gleich gekleidet waren. Es war ein buntes Bild, alle tanzten begeistert mit.
Heute war der Höhepunkt des Carnivals. Wir saßen wir wieder in der ersten Reihe. Die Veranstaltung begann mit der Nationalhymne. Eine Abordnung der Polizeiakademie marschierte auf. Die Musikwagen hämmerten los und das Spektakel begann. Mit - hands in the air, jump up und wave your rug (schwing dein Schweißtuch) wurden die Massen angefeuert. Eine Lautsprecherbox hatte 20.000 Watt und bis zu 10 waren auf einem Wagen aufgestellt, der DJ mobilisierte die Massen. Es folgte eine endlose Reihe von Mitwirkenden.
Jede Gruppe hatte ein Thema, das auf einem Transparent stand, der Einfallsreichtum schien unerschöpflich. Es wurden Zuckerl in allen Farben, Peppercorn schwarz und weiß, Gärten und Bienen, Jazz im Paradies, blaue Teufel, Sweet Trinidad & Tobago, Vögel der Karibik ... dargestellt. Ein Federbusch in Regenbogenfarben zierte Kopf und Po von hübschen Mädchen, sie sangen begeistert mit, tanzten und sprangen herum und so manche übergroße Oberweite entsprang der schützenden Hülle. Eine Besonderheit im Carnival ist das Wining. Zu den heißen Rhythmen des Calypso kreisen die Unterleiber gegeneinander und je nach Alkoholkonsum und Können der Beteiligten sieht das manchmal wie ein halber Geschlechtsverkehr aus. Wildfremde winen miteinander und oft in langen Reihen. Die Gruppen waren farbenmäßig sortiert und Ordnerketten verhinderten ein Vermischen. Dazwischen folgten Steelband-Gruppen und Trinidads Flotte, Jung und Alt machte mit. Immer wieder kamen Putzkolonnen und kehrten zwischendurch die Straße. Bis 16 Uhr standen wir ununterbrochen am Zaun, auch beim täglichen Regenschauer, der das bunte Treiben und die Begeisterung nicht bremste.
Am Umzug nahmen ca. 250.000 Darsteller teil und ebenso viele sahen zu. 67 Gruppen waren gemeldet, von 8 bis 16 Uhr war ungefähr die Hälfte vorbeigezogen. Die größte Gruppe - Thema China - hatte 2.500 Darsteller. Manche Masken waren bis zu 5 m hoch und 8 m breit, sie muss jedoch von nur einem Menschen bewegt werden. Einige hatten Stützräder, das ist aber verpönt, machen Gruppen präsentierten Tänze vor der Jury. Die Kostüme werden selbst entworfen und finanziert. Die schönsten werden prämiert und bekommen ein Preisgeld. Die Kostüme kosten bis zu 3000 €!
Heute fliegen wir nach Tobago. Bei der Fahrt zum Flughafen machten wir einen Fotostopp mit herrlichem Ausblick auf Port of Spain, den Hafen mit den Ladekränen und Hochhäusern, die große grüne Rasenfläche des Quenn`s Park Savannah mit den weißen Veranstaltungszelten, am Stadtrand in den grünen Hügeln lagen verstreut kleine Häuschen.
Um 12.45 Uhr trafen wir am Flughafen ein. Die Dash 8 von Caribbean Airlines startete um 14.25 Uhr von Trinidad zum kurzen Flug. Schön zu sehen war Arima, die Stadt mit dem Indianermuseum und der dichte Regenwald.
Tobago
Bald war Tobago in Sicht und wir landeten um 14.40 Uhr. Bereits um 15 Uhr verließen wir den Flughafen und fuhren über Scarborough, die Inselhauptstadt, zum Hotel Bacolet Beach Club. Es liegt hoch über einer kleinen Sandbucht, zu der Stufen hinunterführen. Auf verschiedenen Etagen liegen Pool, Terrassen mit Liegen und Strandbar. Das neu gebaute Hotel hat schöne Zimmer und Betten mit Moskitonetz. Die Bougainvilleen blühten, es war angenehm warm. Abendessen im Restaurant des Hotels.
Tobago hat nur 50.000 Einwohner, die beiden Inseln T&T liegen außerhalb des Hurricangürtels. Tobago war ein Zufluchtsort der Piraten. Zur Zeit fremder Besetzer gab es viele Kaffee- und Kakaoplantagen.
Am nächsten Tag fuhren wir zur Nordspitze der Insel. Die Küstenstraße führt in vielen Kurven bergauf und bergab rund um die Insel, mit schönen Ausblicken auf das schäumende Meer, die felsige Küste, tiefgrünen Regenwald, dazwischen kleine Häuschen in Pastellfarben, selten kleine Gemüsebeete mit Auberginen und Tomaten, am Straßenrand Riesenbambus. Wir hielten bei einem Aussichtspunkt kurz vor Speyside mit herrlichem Ausblick auf die ganze Bucht und die vorgelagerten Inseln Little Tobago und Goat Island (Ziegeninsel).
Speyside ist ein kleines Fischerdörfchen. Wir bestiegen beim Blue Water Hotel ein Glasbodenboot und fuhren zur Insel Little Tobago. Wir passierten Goat Island, im Besitz einer englischen Familie und unzugänglich. Little Tobago ist 113 ha groß und gehörte ebenfalls einem Engländer. Er brachte 1909 Paradiesvögel aus ihrer ursprünglichen Heimat Neuguinea hierher. Seite dem Hurrikan Flora 1963 gibt es keine Paradiesvögel mehr. Nun ist die Insel verstaatlicht und ein Naturschutzgebiet. Wegen der hohen Wellen konnte das kleine Boot nur mit Mühe am Landungssteg anlegen und wir sprangen ab. Mit einem Führer gingen wir durch den Wald mit Riesenanthurium, Bambus und Kakteen. Zuerst führte ein breiter Weg mit Stufen bergauf, dann ein schmaler Pfad hinunter zur gegenüber liegenden Steilküste. Die Wellen schlugen schäumend an die Felsen. 32 Vogelarten nisten hier, einige sind Zugvögel, die sich nur während der Brutzeit hier aufhalten. Der Guide führte uns zu einem Rotschnabeltropikvogel-Nest. Es lag versteckt unter einem Anthurienstock, ein alter Vogel und ein Kücken saßen im Nest und rührten sich nicht. Über den Felsen kreisten im Wind Fregattvögel, braune Tölpel waren auf Fischfang und die Tropikvögel sausten durch die Lüfte. Sie hatten ihre Nester unter den Büschen auf einem steilen Hang zur felsigen Küste. Die Kücken im Nest hatten noch einen weißen Schnabel und Flaum am Kopf. Wir konnten ganz nah herangehen, sie waren daran gewöhnt. Nach diesem interessanten Rundgang kehrten wir zum Boot zurück, fuhren Richtung Goat Island über eine große Gehirnkoralle und durften zwischen den Inseln zum Schnorcheln aussteigen. Große Fächerkorallen wiegten sich in der Strömung, wir sahen nur wenige Fische. Bald fuhren wir zum Strand zurück.
Um 14.30 Uhr traten wir die Rückfahrt an und kehrten in der größten Sehenswürdigkeit des Ortes Speyside - im Baumrestaurant Jemma`s Sea View Kitchen ein. Es ist auf Stelzen in zwei Bäumen am Strand erbaut mit herrlichem Blick auf das Meer und schön luftig.
Heute fuhren wir zuerst entlang der Atlantikküste Richtung Norden. Erster Fotostopp bei der Candle-Bucht, nicht weit entfernt bogen wir von der Küstenstraße ab und fuhren durch eine Teakbaumallee zu den Argyle Wasserfällen. Es sind die schönsten und bekanntesten Wasserfälle Tobagos, das Wasser stürzt in drei Kaskaden in kleine Pools. Mit Alison in Gummistiefeln - wir ahnten fürchterliches - spazierten wir durch eine Allee von riesigen Bäumen, Bambus und Kakaosträuchern zum Eingang der Wasserfälle. Wir rochen am duftenden Kakao, sahen Gummibäume, Mahagoni, Silk-Cotton 20 m hoch mit prächtiger Philodendron-Schlingpflanze und schwarze Vögel im Riesenbambus. Das letzte Stück zum Wasserfall kletterten wir über Steine, dann erreichten wir den Argyle Wasserfall, der in drei Stufen 63 m hoch in einen kleinen Teich fällt, wo man auch baden kann.
Dann verließen wir die Atlantikküste und fuhren quer durch die Insel zur die Karibikküste. In vielen Kurven führte die Straße, die oftmals von Erdrutschen verschüttet wird, steil hinunter nach Charlotteville. Die Einheimischen leben hauptsächlich vom Fischfang und Bootsbau. Der Ort ist nicht nur einer der schönsten von Tobago, sondern liegt auch in einer der malerischsten Hafenbuchten der Karibik. Auf der Hauptstraße stand eine schwarze Amtstafel und erinnerte mich ans Büro. Ob es wohl recht kalt zu Hause ist? Fischerboote mit zwei Angeln lagen in der Bucht, die fahren nachts aufs Meer hinaus, Riffhaie - für Bake and Shark , Barrakuda, Blue Marlin und Thunfische werden gefangen.
Der nächste Halt war ein Ausblick auf Bloody Bay, sie bekam ihren Namens nach der schrecklichen Seeschlacht von 1666, dabei soll hier soviel Blut geflossen sein, dass sich das Wasser der Bucht rot färbte. Der herrliche Sandstrand ist von Palmen gesäumt.
Die Küstenstraße führte uns weiter zur Englishman`s Bay, eine halbmondförmige, palmenbestandene Badebucht mit angrenzendem Bambuswald, einer der schönsten Badestrände Tobagos. Zum Mittagessen fuhren wir in die Castara Bay, eine kleine, gelbsandige Bucht zwischen grünen Felsen, von Palmen gesäumt. Wir kehrten in einem Restaurant direkt am Sandstrand ein. Wir saßen auf einer Terrasse unter Palmen und speisten Fisch oder Huhn mit Nudeln und Kokoseis mit Kirschen und Krokant. Dann fuhren wir weiter, hielten aber noch oberhalb der schönen Castara Bucht, grünes Wasser, gelber Sand und viele Palmen - ein Kitschbild.
Vorbei am Krankenhaus fuhren wir zum Fort King George auf der Bergspitze, 150 m über der Rockly Bay. Es wurde 1770 von den Engländern gebaut, aber bereits 1854 wurde die Garnison nach Barbados verlegt. Von den ehemals 30 Gebäuden sind heute noch die Offiziersbaracke, das Militärkrankenhaus, das Munitionslager und das Gefängnis erhalten, außerdem sechs Kanonen mit dem Tudor-Emblem. In einem Gebäude ist das National-Museum untergebracht, es war schon zu. Ein Leuchtturm ist noch vorhanden, an der Mauereinzäunung stehen Kanonen, sie sind auf das Meer gerichtet. Vom Hügel hat man eine gute Sicht auf die Stadt, auch unser Hotel war zu sehen. Fregattvögel segelten über uns dahin. Viele Bougainvilleen und Flamboyantbäume standen in der gepflegten Anlage.
Nun fuhren wir zurück zum Hotel, wo wir um 18 Uhr eintrafen. Rasch ins Pool, das Wasser hatte 29 Grad, am Strand rauschten wieder hohe Wellen herein. Plötzlich eine schwarze Wolke und es schüttete, wir blieben im warmen Pool. Mit einem Cocktail in der Bar beschlossen wir den schönen Tag.
Heute erkundeten wir den flachen Zipfel von Tobago. Wir fuhren nach Scarborough, durch down town, das Hafenviertel, es legen hier auch große Kreuzfahrtschiffe an, und weiter zum Pigeon Point, laut Reiseführer der schönste Strand der Karibik.
Wir erreichten Pigeon Point, einen weißen Sandstrand mit Palmen am türkisblauen Meer mit vorgelagertem Buccoo-Riff. In der Bucht ist ein schöner Garten angelegt mit blühenden Sträuchern und Palmen. Wir suchten uns ein schattiges Plätzchen unter riesigen indischen Mandelbäumen, vor uns lag die blaue Karibik, das Wasser hatte 29 Grad. Mit Bojen war eine große Badewanne abgegrenzt. Vor der Küste kreuzten Windsurfer.
Ein Schnorchelausflug mit einem Glasbodenboot war geplant. Nachdem wir die Fahrt mit einem bereits besetzten Boot verweigerten, warteten wir bis 12 Uhr auf ein Extraboot für uns. Ein kleines Schiffchen kam tatsächlich daher und wir fuhren los. Zuerst steuerte der Bootsführer den Nylonpool an, eine flache Stelle am Buccoo Riff mit hellblauem Wasser, schön zum Schwimmen. Dann kletterten wir wieder ins Boot und die Fahrt ging weiter über die Korallenstöcke des Riffs, ein Naturschutzgebiet, wo nicht geankert werden darf. Durch den Glasboden sahen wir Rochen und eine Schildkröte vorbeischwimmen. Das Boot machte an einer Boje fest und wir schwärmten zum Schnorcheln aus. Wegen der Strömung waren vom Boot Seile ausgelegt, wo man sich festhalten konnte. So trieben oder schnorchelten wir über die Korallenstöcke und sahen verschiedene Fische. Nach zwei Stunden kehrten wir zum Strand zurück, schwammen in der großen Badewanne und genossen die karibische Sonne. Es waren auch viele Einheimische gekommen, sie standen tratschend im Wasser und drängten mit den Liegen in unsere schattigen Plätze. Dabei sahen sie gar nicht freundlich drein.
Abreise Den Vormittag verbrachten wir am Pool und ich am Strand, der mir allein gehörte. Das Wasser war zurückgewichen, doch die Wellen rauschten gewaltig. Ich genoss die warme, feuchte Brise und sah den Wellen zu. Um 11.30 Uhr verließ ich das erholsame Plätzchen, packte die Koffer, schnell unter die Dusche, wir mussten um 12 Uhr die Zimmer räumen.
Um 14.30 Uhr fuhren wir zum Flughafen nach Scarborough, trafen um 15 Uhr ein, füllten Ausreiseformulare aus und checkten ein. In Frankfurt nahmen wir Abschied von Joachim Loritz von Kolibri-Reisen und bedankten uns für die schöne Reise und seine Fürsorge.
Buchbach, Österreich, den 8. März 2009 Rosa Albrecht |