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Christel und Wolfgang Scherm / Stuttgart

Reisebericht Trinidad/ Tobago vom 15. März bis 29. März 2009

Der Flug ab Stuttgart nach Tobago war lang, die „ Holzklasse " für große Menschen wie meinen Mann recht unbequem.  Nächstes Mal gönnen wir uns etwas mehr Platz, der Service von Condor war gut.

Da wir recht angespannt von zu Hause aus gestartet waren, habe ich mich am Flughafen von einem Taxifahrer - und nicht von Victor Forde- einfangen lassen. Sind dann doch noch, mit Verspätung bei Victor in Arnos Vale Apartments angekommen. Man sollte sich die karibische Gelassenheit angewöhnen und in Ruhe nach einem lieben Menschen mit seinem Namen auf einem großen Blatt Ausschau halten.


Die Organisation ist super, Flugplanänderungen von Condor wurden im Vorfeld vom Loritz-Team gelöst und wir waren jederzeit bestens und individuell beraten und versorgt. In Tobago erhielt ich dann von Victor erst Mal „ organisatorisches Redeverbot"--  nicht zu Unrecht.
Am nächsten Vormittag ging´s weiter nach Trinidad, Matthew holte uns vom Flughafen ab. Nach der Ankunft in seinem Guesthouse und kurzer Pause genossen wir an diesem Tag Hindutempel, Kanonenballbäume und Caroni-Sümpfe und beobachteten die herrliche rote Vogelwelt in den Sümpfen. Unterwegs hatten wir, wie jeden Tag, gemütliche Picknicks mit leckeren Snacks und kalten Getränken und immer genügend Zeit zum Relaxen und uns zu unterhalten. Überhaupt haben wir durch  Matthew in gut verständlichem Englisch Land,  Leute,  Religion, Tier-und Pflanzenwelt  kennen- und lieben gelernt.       
Ausgeschlafen und nach leckerem, von Matthew zubereiteten Frühstück (Joan war leider in Amerika) 
gingen wir  am nächsten Morgen zum Rio Seco / Regenwaldwanderung. Erst nach seinem Ritual -zuerst der Rum- er hatte eine Flasche im Rucksack mit geschleppt-  gingen wir im Sonnenschein in herrlichem türkisfarbenem Wasser Baden, Genuss pur an seiner liebsten Badestelle. Umgeben von riesigem Bambus und sattgrünen Pflanzen  fotografierten wir nach Herzenslust und horchten nach den Vögeln. Auf dem Rückweg lernten wir Arima kennen und gingen Getränke einkaufen (auch alleine völlig unproblematisch). Abends kochte  Matthew leckere Speisen und bot uns u.a. an, Steel Drum Orchester zu hören, was wir gerne annahmen.
Am Mittwoch besichtigten wir La Brea- Asphaltsee und San Fernando. Unser Englisch wurde langsam besser und somit die Unterhaltung auch fließender. Unterwegs gab`s immer noch zusätzlich viel zu sehen und Matthew erklärte und zeigte uns alles, auch ohne vorher gebuchten Ausflug. Er sorgte vom ersten Tag an dafür, dass wir uns richtig gut erholten, auch wenn es jeden Tag viele neue Eindrücke und viel zu sehen gab. 
Am Donnerstag genossen wir morgens den schönen Garten mit Mango-und Sternenfruchtbäumen und fuhren mittags ins Bergdorf Lopinot. Nach Erkundung der Anlagen und Plantagen, Matthew kletterte extra auf einen Baum, um uns eine Kakaofrucht zu zeigen, unterhielten wir uns, bevor wir die spontanen Vorzüge des Limens kennenlernten. Das war ein riesiger Spaß. Einfach Musik machen, nette Leute kennenlernen und das Leben genießen.
Auf dem Weg zum Asa Wright Nature Centre pflückte er am nächsten Tag Muskatnüsse am Straßenrand und löste sein Versprechen mir gegenüber ein, mir meine Lieblingsnuss -als gereifte Frucht am Baum-  zu zeigen. Asa Wright ist Ruhe und Entspannung pur, es ist erstaunlich, wie Kolibris- und andere Tiere zu beobachten Spaß machen kann. Das Angebot, die Steel Drum Band am Abend zu hören nahmen wir wieder gerne an.
Dann bezogen wir 3 Tage Quartier im Mount Plaisir Estate Hotel. Auf der Fahrt dahin zeigte uns Matthew die Schnittstelle zwischen Atlantischem Ozean und Karibischem Meer, organisierte unser Weiterkommen zum Hotel, da unterwegs eine Brücke zusammengebrochen war und wir mussten  leider von ihm Abschied nehmen.

Das Mount Plaisir Estate Hotel ist ein urwüchsiges Strandhotel, genial gelegen um Lederschildkröten beim Eierlegen zu  beobachten, was wir nachts mit Guide und  morgens ab 6.00 Uhr auch alleine getan haben. Zum „ turteln" am Morgen  sind wir gerne um 6.00 Uhr aufgestanden, dann war Fotografieren erlaubt.
Essen war auch hier reichlich und sehr gut. Hier, wie auch in Arima, waren Touristen Mangelware, das genossen wir gerne. Matthew holte uns dort wieder ab und brachte uns zum Flughafen.
Nach  traurigem Abschied waren mein Mann und ich uns einig, dass wir Matthew und dieses Land garantiert nicht das letzte Mal gesehen haben. Seine Gastfreundschaft und sein Bemühen, uns wirklich Urlaub und Erholung zu geben, hat wirklich geklappt, auch durch die „ surprises" die wir unterwegs, unabhängig von den gebuchten Ausflügen, durch Ihn hatten.    

In Tobago wieder bei Victor und seiner Frau angekommen nahmen wir für 4 Tage einen Mietwagen. Wir erkundeten die ganze Insel, wobei die Erinnerung an Trinidad immer im Gedächtnis blieb. Die ganze Insel ist an einem Tag problemlos zu umrunden, wir unternahmen tägliche Ausflüge zu einzelnen Abschnitten  und Städten, --
so, dass wir ab Nachmittags spätestens am Pigeon Point den Strand genießen konnten. Leider hatten wir an 2 Tagen abschnittweise Regen, so dass wir solche Buchten wie Englishman`s Bay usw. nicht wirklich genießen konnten. Viele im Reiseführer empfohlenen Restaurants waren zu, so dass wir meistens am Pigeon Point erst etwas zu Essen bekamen. Dort trafen wir auch regelmäßig ein nettes Ehepaar, welches auch über das Kolibri-Team bei Victor (bereits das zweite Mal) gebucht hatte und wie wir sehr zufrieden war. 
Alles in Allem ein rundum gelungener Urlaub, der schöner nicht hätte sein können.
Herr Loritz hat durch anfängliche Gespräche am Telefon genau unseren Geschmack getroffen in der Auswahl unserer Quartiere und unseres Reisebegleiters. Ein herzliches Dankeschön, vor allem auch nach Trinidad. Unser Wahlspruch lautet:

Tobago is nice but  Trinidad is paradise

Christel und Wolfgang Scherm, Stuttgart, 01.04.2009