| 2007 - Anke und Michael Finkbeiner |
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Anke und Michael Finkbeiner / Leinfelden Hallo Herr Loritz, nun der ausführliche Reisebericht unseres Aufenthaltes auf Trinidad (10 Tage) und Tobago (7 Tage) vom 21.03. bis 08.04.07 Wir sind mit unserem Condor-Flieger pünktlich am frühen Nachmittag in Tobago gelandet. Das Abholen der Flugtickets für unseren Weiterflug nach Trinidad und das Umbuchen auf eine frühere Abflugzeit war völlig unproblematisch. So kamen wir noch bei Tageslicht in Trinidad an, wo uns ein freundlicher Mensch am Flughafen gleich sein Handy anbot, um unseren Reiseführer Matthew Williams zu benachrichtigen. Wir wurden dann auch umgehend abgeholt und bekamen bei der Fahrt über den mit Regenwald bedeckten Gebirgszug des Northern Range gleich einen interessanten Einblick in die urtümliche, wilde Waldlandschaft von Trinidad (Begrüßungsdrink inklusive). Unser Ziel Blanchisseuse bzw. das Laguna Mar Beach Resort erreichten wir bei Einbruch der Dunkelheit. Die kleine, wunderschöne Hotelanlage liegt am Meer, umgeben von tropischer Vegetation und wird von Herrn G. F. Zollna seit über 20 Jahren hervorragend geführt. Herr Zollna ist deutscher Abstammung und trotz seiner 74 Jahre erstaunlich fit. Gern gibt er Auskunft über Land und Leute und hat auch Tipps für Ausflüge und Wanderungen parat. Seine freundliche Art war eine schöne Einstimmung auf unseren Urlaub, das Essen, überdacht im Freien, ein Genuss. Am zweiten Tag wanderten wir bei schönstem Wetter an der Küste entlang zur Paria Bay und den Paria Falls. Ein wunderschöner Ausflug, mit phantastischen Ausblicken aufs Meer, einer grünen tropischen Waldlandschaft mit vielen exotischen Baumriesen, Schmetterlingen und Vögeln. Die weitläufige, mit Palmen gesäumte Paria Bay, hat man für sich allein sowie das Meer, das allerdings eine ordentliche Brandung aufweist. Um zum Wasserfall zu gelangen, muss man dann ein wenig suchen. Die Suche lohnt sich und man bedauert nur, dass die Sonne in den Tropen relativ bald untergeht und man den Rückweg rechtzeitig antreten muss. Am darauffolgenden Morgen wurden wir von Matthew abgeholt. Ziel: Das von ihm und seiner Frau geführte Chateau Guillaumme in Arima. Auf die spontane Anfrage von uns, ob wir noch die am Weg liegenden Avocat Falls besuchen könnten, ging Matthew bereitwillig ein. Der Himmel war zwar überwiegend bewölkt und es regnete ab und zu ein wenig, aber es war trotzdem ein netter Urwaldtrip. Diesmal mit einem Führer, der uns die Natur erklärte und immer wieder auf Details hinwies. In Arima bezogen wir unser Zimmer und machten einen kleinen Stadtbummel. Die Menschen sind alle recht freundlich, aber etwas zurückhaltend und reserviert. Die nächsten 3 Tage regnete es viel und das mitten in der Trockenzeit (der Klimawandel lässt grüßen). Doch Matthew versuchte alles, damit unsere Ausflüge nicht ins Wasser fielen. So blieben uns der Hindu-Tempel in Waterloo, Museum, Töpferei und Caroni-Mangrovensümpfe trotzdem in guter Erinnerung. Das ASA-Wright Nature Center ist unabhängig vom Wetter ein Highlight für Natur- und Vogelliebhaber. Auch ein nasser, geduschter Kolibri kann aus nächster Nähe betrachtet reizvoll sein. Es gibt diverse gut angelegte Wanderwege, die man jedoch nur dann allein begehen darf, wenn man mindestens eine Übernachtung gebucht hat (125 bis 180 US Dollar je nach Saison pro Person inkl. Vollpension). Für Tagesgäste gibt es nur die 1 bis 1,5-stündige Führung. Dies sollte man bei der Reisevorbereitung berücksichtigen. Noch zu erwähnen ist das hervorragende Essen und die engagierte, naturkundliche Betreuung. Auf unserer Wanderung zu den Salybia Waterfalls genossen wir erneut die warme Dusche von oben. Es regnete eben im Regenwald. Trotzdem ein Erlebnis und Matthew hat wieder einmal hervorragend für unser leibliches Wohl unterwegs gesorgt (Getränke nach Wahl und diverse Snacks zum satt werden). Die Idylle des Wasserfalls wurde allerdings von einem tropischen "Intensivregen" begleitet. Picknick und Bad im Wasserfallsee fielen damit aus. Unser letzter Ausflug am 4. Tag zu den Madamas Falls von Brasso Seco aus war wirklich etwas Besonderes. Er begann tatsächlich bei schönstem Wetter und endete auch so. Aber das war nicht alles. Matthew hatte uns einen zusätzlichen Führer besorgt, der den Weg kannte und uns begleitete. Irgendwann war klar, warum man unbedingt einen kundigen Führer brauchte. Es gab im Urwald nicht immer einen Weg, wir liefen zeitweilig einfach quer durch den Wald, ohne Ortskenntnis also keine Chance. Schließlich stießen wir auf den Fluss (Madamas River), in dessen Bachlauf wir zum Wasserfall gelangten (barfuß oder alternativ mit nassen Schuhen). Die Sonne strahlte und erzeugte eine grandiose Lichtstimmung im tropischen Regenwald. Dann die Celebration mit Cola und Rum am Ziel, während große blaue Schmetterlinge (Blue Emperor) um uns herum flatterten. Grandios. Noch einmal vielen Dank an Matthew, der unseren Wunsch nach einer ungewöhnlichen Tageswanderung erfüllte und diesen Ausflug hervorragend vorbereitet hatte. Und noch ein Dankeschön für seine ungewöhnliche Geduld mit einem verrückten Fotografen, der fasziniert den Motiven hinterher jagte, so dass man des öfteren auf ihn warten musste. Fazit: Wir hatten interessante Ausflüge, einen liebenswerten, kompetenten Führer, von dem wir viel über die Natur sowie Land und Leute gelernt haben und eine saubere Unterkunft mit der leisesten Klimaanlage, die wir je in den Tropen hatten. Darüber hinaus wurden wir von Joan (Matthews Frau) mit einem abwechslungsreichen Essen verwöhnt. Noch ein Tipp: Nicht jeden Tag verplanen, Matthew bemüht sich alle erdenklichen Wünsche, was Ausflüge oder Sehenswürdigkeiten angeht, zu erfüllen. Er macht seinen Job hervorragend und zuverlässig und man merkt, dass es ein echtes Anliegen von ihm ist, seine Kunden zufrieden zu stellen. Die letzten 3 Tage verbrachten wir noch im Mt. Plaisir Estate Hotel an der Grande Riviere Bay. Ein echtes Erlebnis, die Lederschildkröten beim Landgang und der Eiablage zu beobachten. Wir hatten das seltene Glück, gleich am ersten Nachmittag ein Exemplar anzutreffen, das es vorzog bei Sonnenschein und nicht bei Nacht an Land zu gehen. Die Lage der Appartements unmittelbar am Strand wenige Meter vom Meer und den Schildkröten entfernt hat schon etwas Idyllisches. Ebenso die tropische Vegetation, die wieder einmal bis zum Meer reicht. Das Essen ist hervorragend und abends sind die Tische hübsch dekoriert. Ein Ort zum Relaxen, wobei auch viele Einheimische hier ausspannen und Urlaub machen. Ausflüge ins Hinterland und den Regenwald sind ebenfalls möglich und zu empfehlen. Man sieht viele Vögel (z. B. Pawi oder Piping Guan, Trogon, Papageien etc.) und interessante Pflanzen und Schmetterlinge. Wir waren bis auf eine vogelkundliche Führung (Guide Nicholas) allein unterwegs und haben viel Interessantes gesehen. Die Zeit ging viel zu schnell vorüber und wir mussten Abschied nehmen vom üppigen grünen Urwald. In Tobago wurden wir von Victor Ford am Flughafen empfangen. Auch hier war die Betreuung hervorragend. Unsere Unterkunft (Arnos Vale Apartments) im ersten Stock war hell, sauber und einfach wunderschön. Man blickte direkt auf den Garten und konnte vom Balkon aus die Vogelwelt beobachten. Bis auf einen Ausflug mit dem Mietauto waren wir fast immer am nahe gelegenen Arnos Vale Strand beim Schnorcheln. Eine wirklich sehenswerte Unterwasserwelt, die ich mit meiner Unterwasserkamera stundenlang erforschte. Noch zu erwähnen ist der "afternoon tea" oben im Hotel, der zwar nicht ganz billig ist (60 TT Dollar), aber die Möglichkeit zur Vogelbeobachtung gibt (Fütterung). Vor allem Kolibri-Fans kommen auf ihre Kosten. Tobago haben wir schon vor 4 Jahren ausgiebig kennen gelernt und müssen als Fazit feststellen: Tobago is nice, but Trinidad is paradise. Die Menschen (zumindest die in der Nord-Region) auf Trinidad sind freundlicher, der tropische Wald ist üppiger (vor allem in der Trockenzeit grüner) und es gibt mehr interessante Tiere, vor allem Vögel. Wenn die Unterwasserwelt der Riffe von Tobago nicht wäre, würden wir Trinidad als Reiseziel eindeutig den Vorzug geben. Zum Schluss noch ein Dank an das Kolibri-Team und besonders an Sie, Herrn Loritz. Es war alles bestens organisiert, der Urlaub war etwas Besonderes und wird uns als solches in Erinnerung bleiben. Ende! Anke und Michael Finkbeiner, 25.04.2007 |
